Dolenjska, andersartige erlebnisse

Mirna Peč

Die Gemeinde Mirna Peč ist die kleinste Gemeinde in Dolenjska im Flussgebiet der Temenica. Die Landschaft ist von starker Verkarstung und unterirdischen Wasserläufen geprägt. Die Siedlung konzentriert sich in den Tälern Mirna Peč, Globodol und Šentjur. Erste Erwähnungen des Ortes reichen ins 12. Jahrhundert zurück, als die Urpfarrei gegründet wurde. Zahlreiche Türkeneinfälle, Brände und die Pest haben dem Ort Rückschläge zugefügt. Eine erneute Entwicklung begann mit der Ankunft der Eisenbahn Ende des 19. Jahrhunderts und mit dem Anschluss an die Autobahn 2010.

1. Der Fluss Temenica
Die Temenica ist der längste Schwindebach in Dolenjska. Ihre zweite Quelle befindet sich unter dem Zijalo-Felsen beim Dorf Vrhpeč. Hier gibt es mehrere Quellen, bei denen das Wasser aus Spalten läuft. Nach 8 km versickert der Oberflächenfluss mit den charakteristischen Windungen wieder bei den Schlundlöchern bei Vrhov. Bei längeren Regenfällen verlängert sich der Oberflächenlauf bis zu den Schlundlöchern bei Jablan.

2. Das Feld von Globodol
Das Feld von Globodol ist ein trockenes Karstfeld tektonischen Ursprungs, das sich inmitten des waldigen Hügellands im westlichen Teil der Suha krajina zwischen der Ajdovska-Hochebene und dem Tal Mirna Peč erstreckt. Es ist eines der kleinsten Karstfelder in Slowenien, bis zu 750 Meter breit und nur gut 3 Kilometer lang. Es ist an der Nord-Süd-Achse ausgerichtet, was eine Besonderheit unter allen dinarischen Karstfeldern darstellt. Das Feld von Globodol hat keine oberirdischen Wasserläufe, jedoch zwei unterirdische, die in das Flussgebiet der Krka hineinlaufen. Eine Sehenswürdigkeit des Feldes von Globodol ist auch Gorenji Globodol mit dem Grundriss eines pannonischen Straßendorfs, bei dem die Häuser mit der schmalen Seite zur Straße hin stehen, dahinter befinden sich Ställe, Wirtschaftsgebäude und Äcker.

3. Der Hügel St. Anna
St. Anna ist ein malerischer Hügel über dem Tal der Temenica, der schon in der frühen Eisenszeit (8.–5. Jhdt. v. Chr.) besiedelt war. Im 16. Jahrhundert wurde auf dem Gipfel die Kirche der Hl. Anna erbaut. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch der Zijalo, zu dem ein markierter Weg hinführt.

4. Die Kirche St. Kancijan
Die Kirche wurde 1915 erbaut, jedoch sind ein altes gotisches Presbyterium aus dem 15. Jahrhundert als ihre Seitenkapelle sowie ein schön gearbeitetes neugotisches Portal erhalten geblieben. Aus den Steinen, die im Presbyterium verarbeitet wurden, ist ersichtlich, dass sich an dieser Stelle einst eine noch ältere Kirche im romanischen Stil befunden hat.

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