Šentrupert
Die Gemeinde Šentrupert ist eine der jüngeren Gemeinden in Dolenjska. Das Zentrum der Gemeinde Šentrupert hat eine reiche Geschichte. Die erste Erwähnung des Ortes im Jahre 1044 steht in Verbindung mit der Familie der Emma von Gurk. Nach dem Aussterben der Familie fiel das Land an die Grafen von Cilli, die mit dem Bau der heutigen Kirche St. Rupert begannen. In den Genuss des Benefiziums dieser angesehenen Pfarrei kam auch Jurij Slatkonja, der erste Wiener Bischof, der 1520 die fertiggestellte Kirche segnete, die zur Spitzengruppe der gotischen Baukunst in Slowenien gehört. Mit hochwertigen Musik- und Kulturveranstaltungen ist Šentrupert immer wieder ein Symbol der Kulturhauptstadt des Mirnatals.
1. Die Kirche St. Rupert
Die Kirche wurde zum ersten Mal bereits im 11. Jahrhundert erwähnt. Das heutige Erscheinungsbild der Kirche entstand Ende des 14. Jahrhunderts zur Zeit der Herrschaft der Grafen von Cilli. Sowohl wegen seiner Lage inmitten der Marktsiedlung als auch wegen seiner ästhetischen Abgeschlossenheit und seiner baulichen Möglichkeiten reiht sich die Kirche des Hl. Rupert in die Spitzengruppe der gotischen Baukunst ein.
2. Der Heustadel Simončičev toplar
Der Simončičev toplar ist einer der schönsten Heustadel in Slowenien. 1936 wurde er von dem Zimmerer Janez Gregorčič aus dem nahen Slovenska vas errichtet, der bei ebendiesem Heustadel seine außerordentliche Zimmermanns- und Schreinerkunst bewies. Der Heustadel hat drei Paar Fenster, eine Galerie und ein Walmdach. Die Stirnseite und die Galerie sind mit Pflanzenornamenten reich verziert. Ein Jahr nach dem Simončič-Heustadel baute derselbe Meister auch einen Heustadel auf dem Petje-Gehöft in Dolenje Jesenice.
3. Vesela Gora
Dieser war einst ein beliebter Wallfahrtsort. Die zweitürmige Kirche des Hl. Franz Xaver mit den vier Kuppeln wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts am Standort der ehemaligen Kirche der Hl. Margarita fertiggestellt. Der Stolz der Kirche sind die Altarbilder der slowenischen Barockmaler Valentin Metzinger und Fortunat Bergant. Am Südhang unterhalb der Kirche befinden sich die Kapelle der Traurigen Mutter Gottes und ein Kreuzweg, auf dem die Pilger bis zum Wallfahrtsverbot zu Zeiten Josefs II. auf den Vesela Gora kamen.
4. Ständige Ausstellung
Die Ausstellungen Originelle Illustrationen von Jugendliteraturwerken und Slowenische Bilderbücher für die Kinder der Welt in der Grundschule Dr. Pavel Lunaček in Šentrupert umfassen um die 400 Bilderbücher slowenischer Autoren und Illustratoren in 25 verschiedenen Sprachen. Mit der Sammlung Originelle Illustrationen von Jugendliteraturwerken gehört die Ausstellung zu den größten Sammlungen slowenischer Illustrationen.
5. Steklas-Weg
Der Weg verbindet das reiche Kulturerbe mit dem touristischen Angebot von Šentrupert. Der 20 km lange Weg ist nach dem Historiker Ivan Steklas benannt, der mit seinem Werk Die Geschichte der Pfarrei Šentrupert in Dolenjska eine unbezahlbare Quelle für Informationen über die Vergangenheit des Ortes hinterlassen hat.
