Straža
Die Gemeinde Straža umfasst 11 Siedlungen zwischen dem Fluss Krka und dem Berg Straška gora. Das Gebiet war schon in der Urzeit besiedelt. Über die Mitte des steilen Bergrückens von Straška gora bauten die alten Römer eine Straße, deren Überreste heute immer noch sichtbar sind, wobei die gefundenen Münzen auf diesem Gebiet von dem lebhaften Geschehen in der Vergangenheit zeugen. Straža wurde zum ersten Mal im 13. Jahrhundert erwähnt. Die Bewohner beschäftigten sich vor allem mit dem Forstwesen und dem Weinbau, der aber Ende des 19. Jahrhunderts von der Reblaus zerstört wurde. Den richtigen industriellen Aufschwung erlebte Straža jedoch erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als aus dem ehemaligen Sägewerk ein moderner Holzverarbeitungsbetrieb wurde.
1. Die St.-Thomas-Kirche aus dem 14. Jahrhundert und ein romanisches Schiff sowie ein dreiseitiges Presbyterium mit Kreuzgratgewölbe aus dem 17. Jahrhundert.
2. Das Dorf Vavta vas mit der Jakobskirche
Die Jakobskirche in Vavta vas ist eine Barockpfarrkirche aus dem 18. Jahrhundert, verziert mit Goldsteins szenischer Architektur der Altäre aus dem Jahre 1855.
3. Die Karsthöhlen und der Grottenolm
Auf dem Gebiet der Gemeinde Straža, im Schluckloch, wurde vor Kurzem eine größere Anzahl von Grottenolmen (proteus anguinus) entdeckt.
4. Straška gora mit der Pestsäule
Straška gora ist mit Buchen bewachsen, verflochten mit der Waldrebe und verziert mit einem Kranz von umfangreichen Weingärten und verstreuten Weinhäusern sowie Ferienhäusern, zwischen denen sich schön passierbare Wanderwege schlängeln. Im oberen Teil der Weinstraße kann man die alte Pestsäule bewundern. Sie ist ein historisches Symbol zur Erinnerung an die schweren Zeiten, die die hiesigen Einheimischen überstehen mussten, und kennzeichnet zugleich das Gebiet, in dem die Pest wütete. Die Pestsäule ist eine Steinsäule, die sich im oberen Teil zu einem Aufsatz mit Nischen verbreitert und mit einem steinernen viereckigen Dach bedeckt ist.
5. Die Kirche der Hl. Maria, der Trösterin der Traurigen
Die Marienkirche im Dorf Drganja sela stammt aus dem Mittelalter und wurde Anfang des 18. Jahrhunderts gründlich barockisiert. Das heutige Presbyterium ist überwölbt. Die Seitenaltäre stammen aus dem 18. Jahrhundert. Der auf Papier gemalte Passionsweg mit Aufschriften in der Bohorič-Schrift ist ein volkstümliches Werk.
